Schülermobilität nach Nantes 16.09.2019 – 04.10.2019 Pro Tandem

In der Zeit vom Montag, 16. September 2019 bis Freitag, 4. Oktober 2019 fand zum 9. Mal der Austausch zwischen dem Lycée professionnel de bougainville Nantes und dem RBZ am Schützenpark in Kiel statt.

Dieser Austausch steht unter der Schirmherrschaft der Vereinigung Pro Tandem (Mobilität), einem Kooperationsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich, welches den bilateralen Kontakt von Jugendlichen aus beiden Ländern fördern und entwickeln will.

In diesem Jahr setzte sich die Schülergruppe aus 5 Kochauszubildenden, 4 Hotelfachleuten und 2 Bäckern zusammen.

Die Hauptaufgaben in der ersten Woche sind das Ankommen in Nantes und der Unterkunft, die Kontaktaufnahme mit der Partnerschule und die Unterstützung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler in den Praktikumsbetrieben.

Gut gelaunt starteten am Montagmorgen um 9.30 Uhr 6 Schülerinnen und 4 Schüler in ihr Abenteuer nach Frankreich. Mit einem Direktflug von Hamburg erreichten wir gegen 15.00 Uhr Nantes und wurden dort auch schon von Kollegen aus dem Lyccée professionelle erwartet. Diese begleiteten uns mit 4 PKW zu unserer Unterkunft auf dem Campingplatz Petit Port in Nantes. Dort lernten wir auch unsere diesjährige Sprachbegleitung, Frau Annemarie Wimmer, kennen. Dazu muss kritisch angemerkt werden, dass ein vorheriges kennenlernen bzw. eine Kontaktaufnahme von allen Seiten vorteilhafter gewesen wäre. Frau Wimmer hätte schon Informationen zu der Gruppe und ihren Aufgaben vor Ort bekommen können und es wären Absprachen zu den ersten Tagen in Frankreich erfolgt.

Nachdem die Unterkünfte bezogen waren wartete die erste Herausforderung auf die Gruppe. Es musste ein Einkauf organisiert werden und es wurde ein gemeinsames Abendessen geplant und zubereitet. Dabei wurde für mich zum ersten Mal eine hohe Sozial- und Fachkompetenz in der Gruppe deutlich. Die Schülerinnen und Schüler werden im Vorfeld des Austausches nach Kompetenz und Interesse ausgewählt. Die meisten von ihnen lernen sich erst kurz vor dem Austausches kennen und entwickeln dann in der Gruppe ihre Kompetenzen.

Während des Aufenthaltes wurde den Schülerinnen und Schülern sowie den sie begleitenden Lehrkräften in diesem Jahr ein finanzielles Budget zur Verfügung gestellt. Wurde die Gruppe im vergangenen Jahr noch vom Lyccée professionelle versorgt, galt es in diesem Jahr selbst die Versorgung zu organisieren.

Dieses Modell hat den Vorteil, dass es während des Aufenthaltes die Selbständigkeit der Teilnehmer und auch ihre Selbstorganisation fördert.

Am nächsten Tag standen eine Stadtbesichtigung in Nantes sowie eine kleine Begrüßungsveranstaltung im Lyccée professionelle auf dem Programm. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, die Partnerschule in Nantes kennen zu lernen und einen ersten Kontakt zu ihren französischen Partnern in den Betrieben aufzunehmen. Die Koch- und Bäckerauszubildenden stellten mit einer französischen Schulklasse kleine Vorspeisen her und die Hotelfachleute bereiteten nach einer kurzen Weinschulung den Service vor. Nachteilig war, dass die französischen Schülerinnen und Schüler nicht die Partner waren, die die deutschen Teilnehmer am nächsten Tag in die Betriebe begleiten sollten. Weiterhin negativ wirkte sich nach meinen Beobachtungen der Wegfall des Tandemsprachkurses aus. Sprache ist ein wichtiger Bestandteil um Menschen und Kulturen zu erfahren und eventuelle Vorurteile und Barrieren abzubauen. Der Tandemsprachkurs hat einen großen Teil dazu beigetragen den Schülerinnen und Schülern die Sprache des Gastlandes näher zu bringen und durch den intensiveren Kontakt mit den französischen Schülerinnen und Schülern deren Kultur besser zu verstehen. So lernten sich die Partner erst am Ende der Veranstaltung kennen und am nächsten Tag sollte die Vorstellung in den Betrieben erfolgen.

Die Teams trafen sich an einem zentralen Ort und begaben sich zur Vorstellung und Praktikumsstart in die Betriebe. Der Vorteil deutscher Praktikanten gegenüber denen aus Frankreich besteht im Alter, die deutschen sind in der Regel volljährig und in der Erfahrung die deutsche Auszubildende bereits in ihren Ausbildungsbetrieben sammeln können. Das macht für beide Seiten den Einstieg in das Praktikum leichter. Dieser Eindruck bestätigte sich auch in den ersten Tagen die die Schülerinnen und Schüler in den Betrieben arbeiteten. Alle kamen mit sehr positiven Eindrücken in die Unterkunft und freuten sich auf die nächsten Tage.

Als Fazit ist folgendes Festzuhalten. Die sehr heterogene Gruppe hat ihr Land, ihren Betrieb und die Schule vorbildlich vertreten. Die hohe Sozialkompetenz in der Gruppe hat es mir leicht gemacht sie zu begleiten. Trotzdem ist das Arbeitspensum für eine Lehrkraft in dieser Zeit sehr hoch. Die Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler während des Austausches machen sind sehr wertvoll für ihren weiteren Lebens- und Arbeitsweg.

 

Besonders hervorzuheben sind die durchaus positiven Rückmeldungen der Restaurants und Bäckereibetriebe über unsere Auszubildenden. Alle Chefs waren von den deutschen Schülerinnen und Schülern beeindruckt. Oft wurde die hohe Professionalität der Jugendlichen erwähnt, sowie ihre perfekte Arbeitseinstellung, ihre Motivation und ihre Anpassungsfähigkeit. Ihre Eigeninitiative ebenso wie ihr schnelles Auffassungsvermögen wurden immer hochgelobt.

 

 

Schülerberichte zur Mobilität:

Bericht 1

Ein dreiwöchiger Aufenthalt in Frankreich bei dem man die einmalige Chance als Auszubildender bekommt ganz neue Arbeitserfahrungen zu sammeln und sich beruflich weiterzubilden? Für mich war klar, diese Gelegenheit muss ich ergreifen!

Erfreulicherweise unterstütze mein Arbeitgeber dieses Programm und so durfte ich mich zu den glücklichen 10 Teilnehmern für die Mobilität nah Nantes vom 01.09-04.10.2019 zählen.

Unser Campingplatz „Petit port“ liegt sehr zentral, sodass man mit der S-Bahn nur ca. 20 Minuten in die Innenstadt und somit problemlos zu seinem jeweiligen Betrieb kommen konnte. Mein Betrieb „Le square“ liegt im Business-Viertel und ist vor allem auf Geschäftsleute, die zügig Mittagessen wollen und größere Gruppen ausgelegt, die in gelockerter Atmosphäre qualitativ hochwertiges Speisen zusammen essen möchten. Im Angebot sind deshalb Gerichte, die keine all zulange Zubereitungszeit erfordern, wie z.B. Burger, Tatar, Muscheln und einfache Dessertvariationen.

Es war für mich eine völlig neue Arbeitserfahrung, als Servicekraft in einem solchen Restaurant/Bistro zu arbeiten. Zum einen wurden dort die Getränke auch mal eben mit der Hand zu den Tischen gebracht –in meinem Betrieb ein absolutes „No-Go“. Zum anderen wurden die Speisen auf großen Tabletts serviert, weil es oft große Gruppen waren, und es schlicht zu lange gedauert hätte, sie einzeln zu servieren. Auch musste ich keine „strenge“ Arbeitskleidung tragen, weder Gläser polieren noch aufwendige Serviettenformen brechen oder ähnliches, was in meinem deutschen Betrieb einfach zum Alltag gehört. Im Hintergrund lief keine klassische Musik sondern – dem lockeren Konzept entsprechend – eher Künstler wie Elvis Presley oder französischer Pop.

Einen ganz entscheidenden Anteil an der positiven Arbeitsatmosphäre trug neben dem gesamten netten Team dort, auch mein Chef Eddy. Vom ersten Tag an gab er sein Bestes um mich gut ins Team einzugliedern, er brachte mir viele neue Sachen bei und führte mich professionell in die- für mich „fremde“ -französische Ess- und Trinkkultur ein.

Nach zwei Tagen konnte ich schon viel mitarbeiten und auch das Annehmen von Bestellungen auf französisch oder englisch bereiteten mir nach wenigen Tagen keine großen Probleme mehr. Meine Arbeitszeit war von 11:30 – 15:00 Uhr und 19:30- ca. 23:30 Uhr, was anfangs ungewohnt war, zwischen den Schichten frei zu haben, doch so konnte ich diese Zeit nutzen um z.B. kleine Erkundungen in der wunderschönen Innenstadt Nantes zu unternehmen.

Ich bekam ein sehr positives Feedback über meine Fähigkeit mich schnell einzuarbeiten und gut zu kommunizieren sowie meine fleißige Arbeitseinstellung. Dieses positive Feedback kann ich nur zurückgeben, denn ich wurde von Anfang an mit offenen Armen empfangen, sodass ich jeden Tag voller Freude zu meiner Arbeit fuhr.

Ich habe in diesen drei Wochen unglaublich viele neue Eindrücke über die französische Küche, gewonnen und bedanke mich bei allen, die dieses Programm ermöglichen und unterstützen!

 

Bericht 2

Montagmorgen, den 16.09.2019 haben wir uns, vier Jungs und sechs Mädels am Infopoint des RBZ Kiel am Schützenpark mit unseren Lehrkräften, die den Austausch begleiten, getroffen und sind gemeinsam mit dem Bus zum Hamburger Flughafen gefahren, von wo es dann weiter mit dem Flieger nach Nantes ging.

In Nantes angekommen wurden wir sehr herzlich von den Lehrkräften der französischen Schule in Empfang genommen und von ihnen zu unserer Unterkunft auf dem Campingplatz gefahren. Am Dienstag haben wir eine Stadtbesichtigung gemacht und erkundeten Nantes ein wenig bevor es zur Schule ging wo wir gemeinsam mit den französischen Schülern ein Buffet für den offiziellen Empfang vorbereitet haben. Bei dem Empfang lernten wir unsere Tandempartner kennen.

Am Mittwoch haben wir uns gleich morgens mit unserem Tandempartner getroffen. Unser Partner hat uns zu unserem Betrieb begleitet um uns bei den organisatorischen Sachen, wie Verträge unterschreiben und Arbeitszeiten besprechen, zu unterstützen. Danach ging es dann gleich an die Arbeit.

In meinem Betrieb wurde ich freudig aufgenommen und man hat mir gleich gezeigt wie in Frankreich Baguettes aufgemacht werden.

In der Bäckerei in Frankreich unterscheiden sich die Arbeitsschritte von Grund auf. Die Zutaten sind andere, die Bereitung und das Führen des Teiges ist anders. Außerdem ist die Arbeitseinstellung der Kollegen entspannter, es besteht kein Zeitdruck, da immer erst auf Zuruf neu gebacken wird.

In den drei Wochen haben wir zwei begleitete Touren gemacht um die Region und die Menschen besser kennenzulernen. Beim Ausflug mit einer anschließenden Kanufahrt hätte ich mir mehr Zeit zum Kanufahren gewünscht.

 

Mein Fazit: der Austausch hat mir sehr gefallen, ich habe sehr viel Neues gelernt und man kommt auch gut ohne eine Fremdsprache zu beherrschen über die Runden. Ich kann den Austausch in seiner Form nur weiterempfehlen.

 

Bericht 2

Montagmorgen, den 16.09.2019 haben wir uns, vier Jungs und sechs Mädels am Infopoint des RBZ Kiel am Schützenpark mit unseren Lehrkräften, die den Austausch begleiten, getroffen und sind gemeinsam mit dem Bus zum Hamburger Flughafen gefahren, von wo es dann weiter mit dem Flieger nach Nantes ging.

In Nantes angekommen wurden wir sehr herzlich von den Lehrkräften der französischen Schule in Empfang genommen und von ihnen zu unserer Unterkunft auf dem Campingplatz gefahren. Am Dienstag haben wir eine Stadtbesichtigung gemacht und erkundeten Nantes ein wenig bevor es zur Schule ging wo wir gemeinsam mit den französischen Schülern ein Buffet für den offiziellen Empfang vorbereitet haben. Bei dem Empfang lernten wir unsere Tandempartner kennen.

Am Mittwoch haben wir uns gleich morgens mit unserem Tandempartner getroffen. Unser Partner hat uns zu unserem Betrieb begleitet um uns bei den organisatorischen Sachen, wie Verträge unterschreiben und Arbeitszeiten besprechen, zu unterstützen. Danach ging es dann gleich an die Arbeit.

In meinem Betrieb wurde ich freudig aufgenommen und man hat mir gleich gezeigt wie in Frankreich Baguettes aufgemacht werden.

In der Bäckerei in Frankreich unterscheiden sich die Arbeitsschritte von Grund auf. Die Zutaten sind andere, die Bereitung und das Führen des Teiges ist anders. Außerdem ist die Arbeitseinstellung der Kollegen entspannter, es besteht kein Zeitdruck, da immer erst auf Zuruf neu gebacken wird.

In den drei Wochen haben wir zwei begleitete Touren gemacht um die Region und die Menschen besser kennenzulernen. Beim Ausflug mit einer anschließenden Kanufahrt hätte ich mir mehr Zeit zum Kanufahren gewünscht.

 

Mein Fazit: der Austausch hat mir sehr gefallen, ich habe sehr viel Neues gelernt und man kommt auch gut ohne eine Fremdsprache zu beherrschen über die Runden. Ich kann den Austausch in seiner Form nur weiterempfehlen.

 

Bericht 3

Mein Austausch ging vom 16.09.2019 bis zum 04.10.2019 nach Nantes in Frankreich. Wir hatten das Glück, dort per Direktflug hinzukommen und wurden auch direkt vom Flughafen zu unserer Unterkunft, einem Campingplatz zu kommen. Dort haben wir komfortable Hütten vorgefunden, in denen wir in 3er und 4er Gruppen untergebracht wurden.

Den ersten richtigen Tag verbrachten wir damit, Nantes als Gruppe zu erkunden und die französische Berufsschule zu besuchen. Dort durften wir auch in der Küche mit anpacken, was für mich als Bäcker eine ziemlich neue Erfahrung war. Anschließend haben wir noch unsere Austauschpartner getroffen, die uns am nächsten Tag zur Arbeit bringen würden.

Gegen 9:30 am Mittwoch traf ich meinen Austauschpartner, Adrién, vor dem Campingplatz und wir gingen gemeinsam zur „Boulangerie P’tit Port“, welche zu meinem Glück nur 5 Minuten von dort entfernt war. Er half mir beim Verständigen und wir schafften es, allen Papierkram direkt zu regeln. Da es jedoch schon so spät war für Bäckereiverhältnisse, bekam ich den Rest des Tages frei.

Am Donnerstag ging es dann für mich offiziell mit der Arbeit los. Es war nicht immer einfach, da meine Kollegen kaum bis gar nicht Englisch sprechen konnten und mein kleines Bisschen Schulfranzösisch in einem fachlichen Bereich nicht sehr hilfreich war. Dies hatte zur Folge, dass ich anfänglich hauptsächlich einfache Arbeiten bekam, wie Tomaten, Zwiebeln und Fleisch für die Burger, Sandwiches und ähnliches zu schneiden, was allerdings auch ein wenig interessant war, da wir Dinge wie eben Burger in meinem Betrieb in Deutschland gar nicht machen. Später fing es dann jedoch auch an, spannender zu werden. Ich durfte bei der Herstellung von Financiers zuschauen, Tartes vorbereiten und Beignets füllen. Da ich in meinem deutschen Betrieb auch hauptsächlich mit den Feinbackwaren arbeite, waren dies sehr interessante Arbeiten für mich. Aber auch beim Herstellen von Baguettes, Burger-Brötchen, Croissants und Pain au chocolats habe ich während meiner Zeit im Betrieb geholfen und durfte auch einige Rezepte mitnehmen.

Auch zwei Ausflüge haben wir mit den Französischen Schülern gemacht, wodurch wir noch mehr von diesem fremden Land sehen konnten und als Gruppe zusammen gewachsen sind.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich durch diesen Austausch viele neue Erfahrungen gesammelt habe, die ich sonst nie gemacht hätte. Ich habe das Gefühl, neuen Dingen nun offener entgegentreten zu können und bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben.

Bericht 4

In Nantes angekommen, wurden wir von Lehrern der französischen Austauschschule abgeholt und zum Campingplatz „Petit Port“ gefahren, wo wir unsere Holzhütten für die nächsten drei Wochen beziehen durften. Wir freuten uns alle sehr auf die Erfahrungen, um die wir in den nächsten drei Wochen reicher werden würden und leiteten den Austausch am ersten Abend mit einem gemeinsamen und ausgiebigem Grillabend ein.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in die Stadt, um das Schloss anzuschauen und dann im Anschluss in der Austauschschule für unseren Begrüßungsabend Fingerfood herzustellen.

Am Mittwoch ging es dann endlich in den Betrieb, begleitet von unseren Austauschschülern, um voller Vorfreude den ersten Arbeitstag einzuläuten.

Mein Restaurant in Nantes nennt sich „ICI“ und ist ein sehr kleines, aber hochwertiges Restaurant. Es hat 26 Sitzplätze und der Besitzer, der das Restaurant vor eineinhalb Jahren eröffnete, ist auch der Küchenchef.

Ich durfte sehr schnell lernen, dass hier nur mit den hochwertigsten und frischesten Produkten gearbeitet wird. Es wurden sehr viele Meeresfrüchte und Fische serviert, die meist am selben oder am Vortag im Atlantik gefangen wurden und den direkten Weg auf den Teller der Gäste fanden.

Mr. Rambaud, der Küchenchef, bezieht ausschließlich Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft und ist sehr darauf bedacht, direkt die Ware vom Produzenten zu beziehen anstatt sie auf dem Großmarkt oder vom Händler zu kaufen. Mein persönliches Highlight in Bezug auf die Frische war ein junger Mann, der eines Morgens in Fahrradkleidung ins Restaurant kam, seinen Rucksack öffnete und einige Gläser mit selbstgepflückter Kresse auf den Tresen stellte. Er kam jede Woche und tauschte stets die alten, leeren Gläser durch neue, volle Gläser frischer Kresse aus.

Vom ersten Tag an haben mich Mr. Rambaud und sein Sous Chef mit offenen Armen empfangen und die Sprachbarriere war schnell gebrochen. Am Ende lehrte ich dem Sous Chef noch besser englisch, während mit mir viel französisch gesprochen wurde, da ich die Sprache unbedingt lernen wollte. Auf fachlicher Ebene durfte ich lernen, Wachteln zu zerlegen, Tintenfische auseinander zu nehmen, Cocobohnen und jede Menge Krabben zu pulen. Ich wurde seit Anfang an mit eingebunden und durfte die Teller mit anrichten, anfangs mit Hilfe, am Ende des Praktikums durfte ich die kalte Küche abends alleine schicken. Mir wurde viel zugetraut, ich durfte vieles ausprobieren und habe einen sehr guten Einblick in die französische Esskultur erhalten können, welche ich sehr zu schätzen gelernt habe und ganz sicher nicht das letzte Mal vor Ort genießen durfte.

Am vorletzten Tag unseres Austausches machten wir mit allen Schülern gemeinsam einen Ausflug nach Guerande, um zu sehen, wie das Fleur de Sel abgebaut wird. Im Anschluss daran besichtigten wir noch die Altstadt und ein fünf Sterne Hotel an der Atlantikküste.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich mich wieder in Richtung Heimat verabschiedet. Für mein Empfinden hätte ich noch einige Wochen im Restaurant ICI verbringen können, denn ich habe jede Menge gelernt und habe mich sehr wohl in dem Team gefühlt.

Eine Sache ist garantiert: bei meinem nächsten Frankreich Aufenthalt werde ich ganz sicher einen Abstecher in das Restaurant ICI machen!

Merci beaucoup in diesem Sinne an die Organisatoren und die Ausrichter des Austausches, welche uns diese schönen Erfahrungen erst möglich machten! Es war eine unvergesslich schöne und lehrreiche Erfahrung. :)

 

Zurück