Moin ich bin Kalle, ich komme aus Kiel und bin Kochazubi beim Studentenwerk SH. Dies ist nicht mein erster Austausch, weswegen mir das Spanischsprechen nicht fremd ist und mit meinen 26 Jahren bin ich der Gruppen-Opa!
Mit Mara und Lea zusammen mache ich das Praktikum im Hotel Valparaiso, das auf einem Berg über Palma thront. Das Hotel wurde vor ca. 10 Jahren von einer chinesischen Erdöl Firma aufgekauft und heißt seitdem GPRO Hotel Valparaiso Palace & Spa.
An unserem ersten Tag wurden wir von der netten Marilou durch das Hotel geführt, danach durften wir uns von der alkoholfreien Karte ein Getränk aussuchen und haben noch eine Stunde am Pool herum gesessen. Was man dem Hotel lassen muss, es wirbt damit, dass seine Mitarbeitenden umsonst den Spa benutzen dürfen und das haben wir zu Genüge ausgekostet!
Nun zur Arbeit: als Koch in Deutschland ist man die HACCP-Richtlinien gewohnt und im Vergleich ist die Küche in Spanien dann doch etwas unsauber.
Doch wir konnten uns etablieren, indem wir die Zeit, in der wir nichts zu tun hatten, genutzt haben, in der Küche einfach großzügig zu putzen. Zuerst wurde ich getrennt von Mara, der anderen deutschen Köchin, eingeteilt. Doch nachdem sich herausgestellt hatte, dass ihre Spanischkenntnisse nicht ausreichend für die Kommunikation waren und die meisten Köche nur Spanisch konnten, habe ich angeboten, für sie zu übersetzen. Die erste Woche habe ich also im Restaurant des Hotels in der Spätschicht gearbeitet und ab der zweiten Woche waren wir dann zusammen in der Frühschicht und haben das Frühstück vorbereitet. Dafür mussten wir z.B Serrano, gekochten Schinken und den einheimischen Jamón Ibérico aufschneiden und auf Platten legen. In der letzten Woche durften wir zusammen dann einen Posten im Frühstücksbuffet übernehmen. Dort haben wir frisch vor den Kunden Obst geschält und geschnitten sowie Smoothies und Milchshakes zubereitet. Diese Arbeit hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht, da wir dort mit deutschen sowie auch englischen und spanischen Touristen in Kontakt kamen und mal ein nettes Pläuschchen halten konnten. Alles in allem hat die Arbeit in diesem Hotel sehr viel Spaß gemacht und wir haben unter den vielen internationalen Kollegen einige sehr gute Freunde gefunden. Ich kann Leuten, die in Deutschland gerade eine Ausbildung machen, dieses Programm sehr empfehlen, da es dabei hilft, mal über den Tellerrand hinauszuschauen und sich aus seiner eigenen sogenannten "Komfortzone" herauszuwagen.